Tomatito Time

Was ist das Schlimmste, das einem Gastgeber bei seinen Vorbereitungen passieren kann? Kein Salz im Haus, mehrstündiger Stromausfall oder ausschließlich vegane Gäste in Sicht?

Für alle drei Fälle seid ihr mit meinem feurigen Bulgursalat bestens gewappnet. Der Bulgur wird einfach mit heißem Wasser übergossen, Salz durch scharfe Chili und würziges Tomatenmark überflüssig und keine tierischen Zutaten verarbeitet. So wird der Salat für alle Veganer zur ersten Wahl. Um erst gar keinen Stress bei euren Vorbereitungen aufkommen zu lassen, kann dieser Salat sehr gut einen Tag vorher zubereitet werden. Am nächsten Tag ist er schön durchgezogen und alle Aromen konnten sich entfalten. Eure Gäste werden eine kulinarische Offenbarung auf der Zunge erleben. Dieser Bulgur-Salat ist tiefrot, feurig gewürzt und herrlich schlotzig.

Bulgur ist in orientalischen Ländern ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Auch bei uns setzt er sich neben Couscous und Quinoa als Sättigungsbeilage immer mehr durch. Vor allem, weil Bulgur auf so viele unterschiedliche Arten ganz unkompliziert verarbeitet werden kann, hat er sich zur echten Allzweckwaffe in der Küche etabliert. Seine Herstellung ist recht aufwendig: Bulgur wird aus Hartweizen gewonnen, eingeweicht und dann vorgekocht oder mit Dampf gegart. Die Getreidekörner werden getrocknet und zu mehr oder weniger grobem Schrot zerbrochen.

Der neue Bulgur-Boom ist durchaus berechtigt: Bulgur schmeckt gut, ist günstig, vielseitig einsetzbar und gesund: Hoher Anteil pflanzliches Eiweiß, wenig Fett, nährstoffreich und jede Menge Ballaststoffe. Da er bereits vorgekocht ist, muss er nur mit heißem Wasser übergossen werden und kann nach zwanzig Minuten verzehrt werden. Geschmacklich ist Bulgur recht neutral und nimmt daher sehr viele Aromen auf. So kann er zu herzhaften und süßen Gerichten gewandelt werden. Ihr bekommt Bulgur im Supermarkt, in Drogerien und im Bioladen. Falls ihr mal keinen zur Hand habt, schmeckt der Salat genauso gut mit Couscous oder Hirse.
 



 

Zutaten:

500 Gramm feiner Bulgur
1 Liter Wasser
2 EL Ajvar mild
2 Tuben Tomatenmark
150 Gramm Sonnenblumenkerne
4 EL Sojasauce
1 Bund Petersilie
4 EL Olivenöl
4 EL Granatapfelsirup
1 Zitrone
1 EL Chilipulver
4 TL Rosenpaprika scharf
2 TL Cayennepfeffer


Und so einfach geht’s:

Bulgur in einer großen Schüssel mit heißem Wasser übergießen. Das Wasser sollte mindestens 2 cm über dem Bulgur stehen. Eventuell Wasser nachgießen und alles quellen lassen. Der Bulgur muss komplett ausgekühlt sein, bevor er weiterverarbeitet werden kann.

In der Zwischenzeit Petersilie waschen, trocken tupfen und fein hacken. Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und mit Soyasoße ablöschen. Wenn der Bulgur kalt ist, Tomatenmark und Ajvar dazugeben und alles gut vermengen. Das geht am besten mit den Händen. Olivenöl, Granatapfelsirup und Zitronensaft unterrühren und den Salat mit Chili, Rosenpaprika und Cayennepfeffer abschmecken. Zum Schluss kommen Petersilie und Sonnenblumenkerne dazu. Salat mindestens eine Stunde kalt stellen und vor dem Servieren mit Olivenöl und Chilipulver verfeinern. Beim Probieren sollte eine schöne Schärfe durchkommen. 

In kleine Schüsseln oder Weckgläser gefüllt, ist dieser Salat perfekt für euer Buffet. Garniert wird mit Petersilie und Sonnenblumenkernen. 


Burning down the kitchen mit diesem feurigen Bulgur-Salat.

 

Backt's gut, Ihr Lieben!

 

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