Everyday I'm waffling

Frauenzeitschriften thematisieren jede Woche eine neue Wunderkur. In den Buchhandlungen reiht sich ein Schlankheitsratgeber an den anderen. Das Netz ist voll von aberwitzigen Geheimtipps für den Traumkörper. Dabei sollte doch mittlerweile wirklich jeder verstanden haben, dass das Abnehmen von sechs Kilos in drei Tagen weder anstrebbar, noch dauerhaft haltbar ist. Dank der großen Aufklärungswelle werden Radikaldiäten aber immer unbeliebter. Zum Glück. Viel mehr geht man jetzt mit dem Trend, mit der Zeit, mit dem Hype. Besonders sein, besonders essen: durch eine besondere Ernährungsweise. Vegetarisch, Frutarisch, Pescetarisch, Vegan, Low Fat, Low Carb, Clean Eating, Paleo, Dukan, Detox, Basisch, Rohkost, Metabolic oder Trennkost. Das Angebot ist grenzenlos. Ich habe schon so viele Ernährungstrends kommen und gehen gesehen, dass es für mich nur noch eine einzige Devise gibt: Die Abwechslung macht's. Meine Gerichte sollen bunt und frisch sein. Die Natur bietet uns in Form von echten, unbehandelten Nahrungsmitteln dafür die besten Voraussetzungen. Beim Thema Ernährung sollte Dogmatismus keinen Platz haben. Ich favorisiere es, von allem etwas zu genießen - genießen zu dürfen. Ich versuche möglichst oft neue Rezepte zu testen und so Vielseitigkeit in meinen Speiseplan zu bringen. Was ich für mich und meine Gesundheit bevorzuge, möchte ich natürlich auch meinen Gästen bieten. Wenn ich Familie und Freunde bewirte, sollen sie einen tollen Tag oder einen entspannten Abend haben. Das ist mir das Wichtigste. In meine Gerichte baue ich aber gerne Zutaten ein, die eine gesundheitsfördernde Wirkung haben. Und das ganz nebenbei. Meine Gäste müssen das gar nicht unbedingt mitbekommen. Viel schöner ist es, wenn sie voller Zufriedenheit speisen und sich nach dem Essen glücklich und gut fühlen.

Vor allem bei Kuchen, Törtchen und Plätzchen experimentiere ich sehr gerne und jongliere mit allerlei Zutaten, damit die kleinen Köstlichkeiten gerne im Mund, aber weniger auf den Hüften landen. Deswegen biete ich euch heute eine geniale low carb-Variante von süßen Waffeln. Besonders bei spontanem Besuch sind Waffeln die goldrichtige Wahl. Die Zutaten hat man immer zur Hand und schnell zusammengerührt sind sie auch. Kurz das Waffeleisen anheizen und schon öffnet die Waffelbäckerei ihre Pforten. Besonders ballaststoffreich, glutenfrei und kohlenhydratarm werden die Waffeln durch eine ganz besondere Zutat: Kokosmehl. Es heißt zwar Mehl, ist es aber aus ernährungswissenschaftlicher Sicht gar nicht. Kokosmehl ist entöltes, getrocknetes und gemahlenes Kokosfleisch. Es enthält im Gegensatz zu Weizen- oder Dinkelmehl viel Protein, wenige Kohlenhydrate und Cholesterin. Das hält den Blutzuckerspiegel niedrig. Zudem bringt es einen trägen Stoffwechsel auf Trab. Kokosmehl enthält mehr Ballaststoffe als so manche Gemüse- und Obstsorte. Im Vergleich zu Vollkornmehl bietet es fast fünfmal mehr Ballaststoffe.

Kokosmehl ist zwar etwas teurer als die gängigen Mehlsorten (350 Gramm kosten um die 4 Euro), dafür braucht ihr aber auch deutlich weniger. Es eignet sich nicht nur hervorragend zum Backen, Kokosmehl ist auch der perfekte Binder für Suppen, Soßen und Desserts. Man kann es auch wunderbar morgens in sein Müsli oder den Smoothie einbauen. Kokosmehl bringt nicht nur eine ordentliche Portion Ballaststoffe in euren Speiseplan, es sorgt außerdem für eine frische, exotische Note. Der Geschmack ist einfach unvergleichlich. Durch die vielen Ballaststoffe saugt das Kokosmehl sehr viel Flüssigkeit auf. Daher solltet ihr bei Rezepten mit dem Exoten immer mit mehr Flüssigkeit wie Eier, Milch oder Wasser arbeiten. Lasst euch einfach auf diese alternative Mehlsorte beim Backen ein und startet mit meinen saftigen Waffeln. Das Rezept dient als Grundteig. Ihr könnt ihn mit gemahlenem Mohn, Kokosraspeln oder frischer Vanille verfeinern. Mein Favorit ist die Variante mit Mohn. Unglaublich gut.  

 

 

Zutaten:

100 Gramm Kokosmehl
6 Eier
4 EL Honig oder Ahornsirup
4 EL geschmolzenes Kokosöl
3 EL Kokosmilch
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
Mohn oder Kokosraspeln

 

Und so einfach geht's:

Eier, Honig und Salz schaumig schlagen. Kokosmehl und Backpulver vermischen und unter die Eimasse geben. Kokosmilch und geschmolzenes Kokosöl unterrühren. Falls der Teig zu zäh ist, noch etwas Kokosmilch hinzufügen. Wer mag, kann den Teig mit gemahlenem Mohn oder Kokosraspeln verfeinern. Waffeleisen vorheizen und mit etwas Öl einpinseln. Nun aus dem Teig goldbraune Waffeln backen und mit frischen Beeren, Puderzucker oder Eis servieren.

So wird jeder Tag zum Sonntag.

 

Backt's gut, Ihr Lieben!

 

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